Der wXw We Love Wrestling 25 Report

wXw We Love Wrestling 25
Main Offender

16. November 2021
Frankfurt
Kommentatoren: Christian Bischof, Andy Jackson
Report: Marc Graf

Sachsen und Thüringen sind erfolgreich unterhalten worden – auf zur nächsten Hochburg! Frankfurt am Main steht auf dem Tourplan, die legendäre Batschkapp war bereits im Vorfeld ausverkauft. Abgesehen vom World Tag Team-Gold der wXw hat jeder Titel im Osten den Besitzer gewechselt. Respektive Besitzerin! Während ein Teil des Kaders entsprechend euphorisiert auf Reisen gehen sollte, dürften Andere bereits ihre nächsten Schritte planen...

Der unvergleichliche Ringsprecher Thomas Giesen begrüßt das Publikum der Batschkapp und gibt an unser wXwNOW-Kommentatoren-Duo ab. Christian Bischof und Andy Jackson verraten, dass die wXw Shotgun Championship heute nicht per Lotterie verteidigt wird: Der Sportliche Leiter Francis Kaspin hat mit Bobby Gunns den Wunschgegner von Michael Knight auserkoren. Nicky Foxley will Iva Kolasky die wXw Women's Championship abnehmen, während Maggot – Sohn der Stadt – zusammen mit Vincent Heisenberg gegen Robert Dreissker und Anil Marik antreten wird. Tornado Tag Rules, keine Disqualifikation. Wo soll das enden?

Wir wissen zumindest, womit wir anfangen: Der wXw Unified World Wrestling Champion tritt gegen einen seiner Vorgänger an!

Non-Title Match
Axel Tischer (c) vs. Jurn Simmons 

Jurn ist haarlos wie selten zuvor, auch der Bart ist inzwischen dem Rasierer zum Opfer gefallen. Wenigstens erinnert er sich nach anfänglicher Tischer-Dominanz daran, dass er nach wie vor außerordentlich Massive ist und lässt den per Shoulder Block heranrauschenden Champion einfach abtropfen! Der Axeman wird durch Powermoves ordentlich durchgeschüttelt, aber nicht aus der Bahn geworfen: Unangenehmes Striking, Chokes und Submissionholds sollen gewährleisten, dass Jurn Simmons seine körperlichen Vorteile nicht ausspielen kann.

Slams und ein wuchtiger Spear durchbrechen die Offensive des Dresdner Titelträgers zumindest zeitweise, der mit seiner Serie aus Exploder, Launching Clothesline und German Suplex nur den Two Count erreicht. Piledriver und Powerbomb gehen jeweils nicht ins Ziel, stattdessen gelingt Jurn per Massive Boot der Befreiungsschlag... sollte man meinen! Axel Tischer allerdings nagelt unter Adrenalin ein brutales Knie an Simmons Kopf und lässt mit einem zusätzlichen Kick gegen den beinahe bewusstlosen Niederländer Sicherheit walten; der Pin ist Formsache.

Sieger: Axel Tischer (via Pinfall nach 11:58 Minuten)

[Anm. der Redaktion: der sportliche Leiter Francis Kaspin stellte in einem Statement am 18.11. klar, dass die Schultern beider Männer beim Pinfall auf der Matte waren, Tischer habe hier nicht eindeutig gewonnen. Er setzte daher ein Rematch, diesmal um die wXw Unified World Wrestling Championship, zwischen Jurn Simmons und Champion Axel Tischer als Hauptkampf von wXw 21st Anniversary am 18. Dezember in der Turbinenhalle 1 in Oberhausen an. Tickets dafür sind noch erhätlich: HIER]

Im gewohnt freshen Business-Casual-Look macht sich Francis Kaspin auf den Weg zum Ring. Der Sportliche Leiter erinnert sich daran, dass die wXw fast auf den Tag lang zwei Jahre nicht mehr in Frankfurt war – und wird durch die Musik von Norman Harras unterbrochen. Wie so oft sind dem International Superstar diverse Läuse über die Leber gelaufen; allem voran stört ihn, dass Francis Kaspin während der Ost-Tour entspannt zuhause gesessen hätte. Kaspin erklärt ihm, dass zu seinen Aufgaben nunmal auch das Scouting gehöre und präsentiert Norman prompt ein Ergebnis seiner Arbeit: 2,01 Meter hohe und 108 Kilo schwere Entschlossenheit, die auf den Namen Oskar zu hören scheint und voller Tatendrang zum Seilgeviert schreitet.

Singles Match
Norman Harras vs. Oskar

Christian Bischof lässt uns wissen, dass Oskar aus Hamburg stammt und als eines der heißesten Nachwuchstalente der Bundesrepublik gilt – nicht zuletzt, da er bereits im Dojo von Bad Luck Fale trainiert hat. Ein Ausflug ans andere Ende der Welt, der sich offenbar gelohnt hat: Im Lockup oder Headlock hat Oskar keine wirkliche Mühe mit Harras, der den Ring immer wieder frustriert verlässt und sich gegen die selbstbewussten Angriffe des erst 23-jährigen kaum zu helfen weiß. 
Seine ungestüme Natur wird Oskar mehrfach zum Verhängnis, indem er in Normans routinierte Big Boots läuft. Zumindest einmal davon wird Oskar unsanft auf den Betonboden der Batschkapp befördert, doch die Chants der Fans peitschen ihn schnell zurück in den Ring. Wenig später bereitet er Harras mit einem eigenen Big Boot für einen schwungvollen Michinoku Driver vor, der ihm den Sieg im Debütmatch beschert!

Sieger: Oskar (via Pinfall nach 05:50 Minuten)

Die Batschkapp feiert Oskar, der Francis Kaspin anschließend backstage in der Guerilla Position antrifft. Kaspin ist äußerst zufrieden mit dem Einstand des Hamburgers, kann gleiches jedoch nicht über Norman Harras sagen. Der Sportliche Leiter rät dem erst genervten und plötzlich ziemlich verunsicherten Harras, dass er mehr Leistung zeigen müsse – andernfalls „wird’s eng“.

Zurück im Ring verkündet Thomas Giesen, dass es aufgrund von Reiseproblemen seitens Dover nicht zum geplanten Match um die wXw World Tag Team Championship kommt. Stattdessen tritt Icarus in einem Three Way Dance gegen die ursprünglich als Team angedachten Dennis Dullnig und Hektor Invictus an. 

Backstage sehen wir, dass Dullnig noch nichts von der Planänderung weiß. Gleichzeitig ist er so hyped auf sein vermeintliches Match an der Seite von Hektor, dass Dan Mallmann keine Gelegenheit findet, die traurige Kunde zu überbringen. Hektor trifft ein und ist längst im Bilde – und so sehr er sich auch freut, Dennis wiederzusehen, umso mehr genießt er die Aussicht darauf, sich heute für dessen Bärendienste bei wXw 20th Anniversary rächen zu können. Dennis' Gesicht ist reif für jede „You can see the exact moment his heart breaks“-Compilation; selbst die Fans in der Halle können ihr Mitgefühl nicht verbergen. Und Matchzeit!

Three Way Dance
Dennis „Cash“ Dullnig vs. Hektor Invictus vs. Icarus

Geschichte wiederholt sich: Hektor ist gar nicht begeistert, dass Dullnig beim Entrance mit seiner Fahne hantiert und sie dabei abermals beschädigt. Der Täter wiederum versucht, die unangenehme Wahrheit einfach zu ignorieren und stellt sich aufs Apron, das Tag-Seil brav in der Hand. Der Referee, sein Eben-nicht-Partner und ein kleiner Junge aus der ersten Reihe müssen Dennis gut zureden, ehe er sich in den Ring begibt und Icarus angreift. Effektiv bestreitet der heute auf sich allein gestellte Ungar ein Handicap-Match, da Dullnig lediglich das Nervenkostüm von Hektor angreift.

Das jedoch sehr erfolgreich. Der Schweizer schwingt erneut die Fahne, tritt Hektor bei der Single Leg Boston Crab gegen Icarus versehentlich auf den Fuß, stiehlt ihm Manöver, übertreibt beim High Five und verpasst ihm beinahe das Crossfire. Der Rubikon ist überschritten, als er sein Idol mit Icarus' Beinen beim Slam ummäht: Hektor hat die Schnauze voll, Dullnig auch – und zwar mit Hektors Faust. Ein Einschlag, den man noch in der Nordweststadt spürt, schickt Dennis auf die Matte!

Immerhin: Als er wieder zu sich kommt, suplext er Hektor mit voller Selbstverständlichkeit und scheint entschlossen, den Sieg einfahren zu wollen. Dazu will er mit Hektors Fahne auf Icarus einschlagen, nachdem er den Referee durch ein entblößtes Turnbuckle abgelenkt hat. Der ursprüngliche Eigentümer des Banners unterbindet die Aktion in letzter Sekunde, schaltet Dennis stattdessen mit einem schnellen Stangenhieb aus... und findet sich plötzlich im Heart of Europe wieder, indem er wie wild auf Dennis' Brust abklopft. 

Sieger: Icarus (via Submission nach 07:59 Minuten)

Die Damendivision der wXw ist deutlich lebendiger als die 'Partnerschaft' von Dennis und Hektor. Das erste von zwei Women's Matches am heutigen Abend steht an!

Singles Match
Tayra Gates vs. Stephanie Maze

Beflügelt von ihrer Leistung gegen die Arrows of Hungary auf der Ost-Tour scheint Stephanie Maze den Sack schnell schließen zu wollen. Ihr patentiertes Striking trifft Tayra Gates hart, doch Skyfall kommt zu früh. Und nicht nur das: Der geblockte Kick verhilft Gates zum Comeback, das Maze erst mit einem Saito Suplex wahrlich aus den Angeln hebt. Dass sich Gates anschließend aufs Schlagduell gegen Maze einlässt, muss als grob fahrlässig bezeichnet werden und läutet aus gutem Grund den Anfang vom Ende ein. Im zweiten Ansatz kann sie Skyfall nichts mehr entgegensetzen und sinkt pinbereit zusammen.

Siegerin: Stephanie Maze (via Pinfall nach 05:51 Minuten)

Im Backstagebereich begrüßt Dan Mallmann das Team Wrestling Academy. Robert Dreissker und Anil Marik sind längst über gemäßigte Ansagen hinweg und drohen ihren heutigen Gegnern quasi um die Wette. Auf den heutigen Main Event zu warten bedeutet, einer immer kürzer werdenden Lunte zuzusehen! 

Francis Kaspin in Geberlaune: Der Sportliche Direktor spendiert uns das Debüt von Oskar und Michael Knight seinen Wunschgegner. Um sich als Champion zu beweisen, will das German Highlight gegen den Bremer Ehrenmann und ehemaligen Titelträger Bobby Gunns verteidigen.

wXw Shotgun Championship
Michael Knight (c) vs. Bobby Gunns

Am Anfang sieht alles beinahe nach einem nüchternen Wettbewerb unter norddeutschen Sportsmännern aus: Ehrgeizig, aber mit gewisser Verspieltheit traden Knight und Gunns klassische Catchmanöver und wollen sich gegenseitig beweisen, der bessere Techniker zu sein. Spätestens, als Bobby Gunns eine Armbar im Seil zeigt, wird der Ton rauer. Der Champ zahlt es ihm ohne Umwege mit einer Tarantula heim und etabliert damit das Motto des Matches: Wie Du mir, so ich Dir!

Brutal verdeutlicht wird das Prinzip durch ein Penalty-Kick-Duell, dem sich beide Athleten bereitwillig hingeben. Bobbys strammer 'Schuss' dürfte viele Profis seiner Heimatmannschaft in den Schatten stellen; es ist besorgniserregend, wie unbarmherzig er durchzieht. Als Knight einen weiteren Einschlag erwartet, überrascht ihn der Bremer stattdessen mit Attacken gegen Arm- und Handgelenk und erarbeitet sich dadurch einen Vorteil. Kämpferische Uppercuts mit seinem gesunden Arm halten Knight im Spiel, bis er sich durch eine Russian Leg Sweep und eine Springboard Clothesline aus der ständigen Defensive rettet. In ein Forearm-Duell mit Bobby Gunns, okay – aber wenigstens geht es weiter.

Auf beiden Seiten wurden bereits große Reserven angezapft. Umso bemerkenswerter, dass Bobby Gunns nach einem Somersault und Sliced Bread 2.0 gegen sich nicht nur nicht besiegt, sondern immer noch aktiv siegeswillig ist: Gegen die ablaufende Uhr wuchtet er Knight mit einem Superplex auf die Matte, doch die Armbar muss dank Rope Break gelöst werden. Beide Wrestler zahlen sich jeden German Suplex, jede Clothesline, jeden Roll-Up-Versuch nun 1:1 heim, bis Bobby Gunns endlich eine lehrbuchreife O'Connor Roll gelingt... und die 15 Minuten verstrichen sind, ehe Referee Tassilo Jung einen Pinfall durchzählen könnte!

Time Limit Draw nach 15 Minuten

Michael Knight ist weiterhin wXw Shotgun Champion und lässt sich erschöpft feiern, scheint mit dem Ausgang allerdings selbst nicht ganz zufrieden. Nennen wir das Kind beim Namen: Die Sache ist noch nicht durch! Im Interview mit Dan Mallmann bestätigt Knight und wird vom aufgebrachten Bobby Gunns unterbrochen, der sich um einen sicheren Sieg betrogen fühlt. Nach „Francis!“ rufend rauscht auch Knight geladen ab...

Entspannung kehrt erst durch die sphärischen Klänge ein, die die Batschkapp durchfluten. Wie eine Sternschnuppe strahlend schreitet Levaniel zum Ring und zeigt sich gegenüber Tristan Archer siegessicher, da er von der Liebe der Frankfurter getragen wird. Allerdings wird auch die French Revolution freudig empfangen, Tricolore im Publikum inklusive!

Singles Match
Levaniel vs. Tristan Archer

Nach dem Ringgong stellt sich ein Großteil der Crowd hinter Levaniel, was Archers Laune nicht gerade zu bessern scheint. Schon früh zwingt er den Prinz der Sterne in unbequeme Holds und schickt sich an, seinen Kraft- und Technikvorteil voll auszukosten. Durch schnelle Konter weiß sich Levaniel immer wieder aus der Bredouille zu helfen – wenn es nicht gelingt, nimmt vor allem sein unterer Rücken jedoch immer wieder Schaden; etwa bei einer Russian Leg Sweep gegen das Apron, direkt vor den Augen der ersten Reihe.

Zurück im Ring versucht Archer mehrfach, einen neuen Submission-Hold anzubringen. Levaniel entgeht dem festen Griff des Franzosen ein ums andere Mal, sieht seine Gegenwehr in den meisten Fällen aber früh wieder erstickt. Nach dem Austausch von schallenden Ohrfeigen gelingt Archer sein sagenumwobener Griff, bei dem es sich um den „Dream of Revolution“ handeln soll. Aus der stehenden Variante rettet sich Levaniel noch ins Seil, doch ein wütender Discus Elbow in den Nacken und eine hart angezogene Abwandlung des neuen Moves lassen ihn unter größten Schmerzen abklopfen.

Sieger: Tristan Archer (via Submission nach 08:59 Minuten)

Für einen Moment scheint Archer durch seine extreme Verbissenheit ins Grübeln gebracht, auch Referee Tassilo Jung wirkt verwundert. Letztlich tut die French Revolution die negativen Publikumsreaktionen aber mit einer abfälligen Handbewegung ab und verschwindet hinter der Bühne.

Baby Allison, Maggot und Vincent Heisenberg bewundern beinahe, dass sich das Team Wrestling Academy ausgerechnet in Frankfurt auf eine klärende Konfrontation eingelassen hat und sehen den Heimvorteil auf ihrer Seite.

wXw Women's Championship
Iva Kolasky (c) vs. Nicky Foxley

Ein fairer Fistbump leitet ein bemerkenswert ausgeglichenes Match ein, in dem Nicky Foxley sowohl ihren Größenvorteil als auch ihr Plus an Erfahrung in braver Regelmäßigkeit für wirksame Manöver nutzen kann. Allerdings ist keine Frau in der wXw beweglicher als Iva Kolasky, die sich durch ansehnliche Evasions oder Handspring- und Springboard-Aktionen sowohl defensiv wie offensiv beweist.

Dünner wird die Luft erst, als sich Nicky Foxley auf Kolaskys linke Schulter einschießt und effektiv schwächt. Obwohl sie dadurch zeitweise Oberhand gewinnt, ist der wXw Women's Champion nicht um Gegenwehr verlegen, kommt sowohl mit dem Fisherman's Suplex als auch ihrem Axe Kick aber nur zum Two Count. Erst ein Tritt an den Hinterkopf bringt die stark aufspielende Foxley so lange zu Boden, dass Kolasky die dritte Titelverteidigung per Moonsault besiegeln kann.

Siegerin und weiterhin wXw Women's Champion: Iva Kolasky (via Pinfall nach 09:28 Minuten)

Rückblick auf die belebte Geschichte zwischen dem Team Wrestling Academy, ihrem ehemaligen Schützling Vincent Heisenberg und seinen jetzigen Weggefährten, Maggot und Baby Allison.

No DQ Tornado Tag Team Match
Vincent Heisenberg & Maggot (w/ Baby Allison) vs. Wxw Wrestling Academy (Robert Dreissker & Anil Marik)

Der Son of Nothing und sein diabolischer Tross werden auffällig freundlich begrüßt; Lokalpatriotismus funktioniert! Neben „069“-Chants im Rücken haben Maggot und Heisenberg Baby Allison im Schlepptau und Stühle in der Hand, die wXw Wrestling Academy-Headcoach Robert Dreissker und Anil Marik um den passenden Tisch ergänzen. Dass sie dennoch keine gesittete Diskussionsrunde vorbereiten, dürfte auch völlig uneingeweihten Zuschauern schnell klar werden: Noch auf der Bühne beginnt ein Brawl, der sich bald um den ganzen Ring zieht und einem Tornado aus fliegenden Fäusten und Gegenständen gleicht.

Im Seilgeviert sind die Zustände kaum minder chaotisch, wobei insbesondere das Monsterduell zwischen Vincent Heisenberg und Robert Dreissker für laute Reaktionen sorgt. Beide werfen sich wie zwei Videospielfiguren durch den Ring, die durch Cheats von den lästigen Regeln der Physik befreit worden sind – wie sonst kann Heisenberg den Coach bodyslammen, als wäre er Anil Marik? Wie sonst ist es möglich, dass der Coach seinerseits Heisenberg auflädt und mit einem sauberen Fallaway Slam auf die Reise schickt?  

Draußen krachen beide Kolosse durch den Merchandise-Stand, sodass der Fokus auf Maggot und Marik rückt. Als letzterer den Codebreaker durchbringt und aufs Turnbuckle steigt, um eine Aktion gegen den halb auf dem inzwischen aufgebauten Tisch liegenden Maggot zu zeigen, schaltet Baby Allison schnell: Sie schubst Anil direkt in einen Cutter und durch den Tisch! Gleichzeitig ist Maggot so mitgenommen, dass sein Cover zu spät kommt, um den Triumph vor heimischem Publikum einzufahren. In der Zwischenzeit haben sich Dreissker und Heisenberg wieder zum Ring bewegt, wo der Coach von Allison und dem Hamburger Hünen mit Handschellen am Turnbuckle ans unterste Seil fixiert wird. Marik kann ihn erst nach brenzligen Handicap-Situationen und einem kathartischen Enzuigiri gegen Allison befreien. Wenn auch weiterhin gefesselt.

Selbst mit verbundenen Händen gelingt Dreissker ein Back Body Drop gegen Heisenberg, ehe er und Anil Marik offene Rechnungen zügig begleichen: Sie nutzen Panzertape, um Baby Allison und Maggot am Ringpfosten festzubinden und bringen Heisenberg mit vereinten Kräften zu Fall. Dreissker nutzt seine Handschellen für eine ganz besondere Camel Clutch, während Marik Forearms auf den geschlagenen Titan regnen lässt. Der zeigt ihm den Mittelfinger – also schnappt sich Anil einen Werkzeugkasten und lässt ihn scheppernd auf Heisenbergs Schädel sausen. Der wechselt sofort in den Pausenmodus; Ringrichter Thomas Weis bricht ab!

Sieger: wXw Wrestling Academy (via Referee Stoppage nach 18:32 Minuten)

Laute Buhrufe stellen eine ungewohnte Reaktion für die Sieger dar, dürften aber dem Schauplatz geschuldet sein. Dreissker und Marik ziehen sich adrenalingeladen zurück, wir auch – auf dass wir uns zu wXw We Love Wrestling 26 aus Borken wiedersehen.


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